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2.2.3.1 Einlinienorganisation
Definition und Beschreibung
Diese Organisationsform wurde zuerst von Fayol entwickelt und beruht auf dem Grundsatz der Einheit der Auftragserteilung. Jeder Mitarbeiter hat nur einen Vorgesetzten, dessen Weisungen er befolgen muss und dem er Rechenschaft ablegen muss. Idealtypisch führt diese Organisationsform zu einer Pyramide. Der Dienstweg (Instanzenzug) entspricht den Linien. Eine unmittelbare horizontale Kommunikation soll nicht erfolgen.
Vorteile
Jeder Organisationseinheit sind klare Kompetenzen zugewiesen; so lässt sich jeder Einzelbeitrag am Gesamtergebnis eindeutig einer Stelle zuordnen und damit auch die Verantwortung für einen Einzelbeitrag. Die vorgesetzten Stellen sind immer umfassend informiert.
Nachteile
Die Kommunikation zwischen gleichrangigen Stellen und damit die Koordination wird erschwert, da der Dienstweg eingehalten, also immer mindestens eine weitere Instanz eingeschaltet werden muss. Die vorgesetzten Stellen sind durch die Informationsflut stark belastet und häufig als Generalisten mit der Entscheidung der vorgelegten Fachfragen überfordert. Gleichzeitig ist es möglich, dass Informationen beim Durchlaufen des Instanzenzuges von oben nach unten so gefiltert werden, dass sie die zuständige Facheinheit nicht mehr oder nur noch verstümmelt erreichen.
Typische Anwendungsfelder
Das Einliniensystem ist in der öffentlichen Verwaltung, aber auch in der freien Wirtschaft die am weitesten verbreitete Organisationsform. Es wird häufig durch Stäbe ergänzt, teilweise werden auch „Fayol'sche Brücken“ zugelassen. Als „Fayol'sche Brücke“ bezeichnet man die Möglichkeit gleich geordneter Stellen, ohne Einhaltung des Dienstweges unmittelbar miteinander zu kommunizieren.
Im Grundsatz hält die öffentliche Verwaltung am Einliniensystem mit seiner strikten Dienstwegregelung fest.[52]
[52] Vgl. Mattern (1982), S. 100-102
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