Öffentliche Verwaltung

Die Organisation der öffentlichen Verwaltungen

von Iryna Spektor

2. Aufbauorganisation

Jede Behörde ist Teil der Gesamtorganisation „Staat“ (s. Anhang, Tab.1), gleichzeitig hat sie eine behördeninterne Organisation. Organisation ist eine verfasste Einheit, die in sich strukturiert ist und ebenfalls Regeln definiert, wie die Mitglieder der Organisation sich den Zielen der Organisation entsprechend verhalten sollen bzw. die Aufgaben in bestmöglicher Weise erfüllen sollen. Die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung ergeben sich aus Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Die Aufgabe ist das Element in der Verwaltung, auf das in der Regel die übrigen Elemente und die Organisation ausgerichtet werden. Die Erfassung und Gliederung der Aufgaben ist deshalb grundlegende Voraussetzung für jede Organisation.[8]

Die Aufbauorganisation (Strukturorganisation) umfasst die Verteilung von Aufgaben, Kompetenzen, Ressourcen sowie Weisungs- und Entscheidungsstrukturen. Aufgaben sind Handlungsfelder, Kompetenzen sind Zuständigkeiten innerhalb dieser Felder, Ressourcen umfassen alle die Mittel, mit denen Aufgaben erfüllt werden können (Geld/Finanzen, personal und Information), Weisungs- und Entscheidungsstrukturen definieren Steuerungsmacht.[9]

Die Aufbauorganisation kann und sollte je nach Art der Gesamtaufgabe einer Behörde unterschiedlich gestaltet sein. Sie ist unter Berücksichtigung der Gesamtaufgabe und der Teilaufgaben an folgenden Prinzipien auszurichten:

· Zweckmäßigkeit

· Wirtschaftlichkeit

· Gleichgewicht

· Koordination

Die Aufbauorganisation einer Behörde soll also die jederzeitige Erreichung des Sachziels gewährleisten (Zweckmäßigkeit).

Der Mitteleinsatz soll in einem vernünftigen Verhältnis zum Arbeitsergebnis stehen (Wirtschaftlichkeit).

Die Organisation soll stabil sein, aber doch elastisch genug, um veränderten Anforderungen gewachsen zu sein (Gleichgewicht).

Die Beziehungen der Organisationseinheiten zueinander sollen so gestaltet sein, dass Reibungsverluste vermieden werden (Koordination).

Je weitgehender diese vier Prinzipien verwirklicht sind, desto besser „funktioniert" die Behörde.[10]

Man unterscheidet inneren und äußeren Aufbau, um einerseits einzelne Organisationen intern, anderseits das Verhältnis verschiedener dem öffentlichen Sektor angehörender Organisationen zueinander zu beschreiben.

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[8] Vgl. Zimmermann, Hans; Stihl, Hanspeter; Gökelmann Dietrich (1977), Verwaltungslehre. Ein Leitfaden, Verlag W. Kohlhammer, 1977, S. 1

[9] Vgl. www.laum.uni-hannover.de (01.06.2005)

[10] Vgl. Mattern, Reinfried (1982), Verwaltungslehre, (Hgst) Walhalla u. Praetoria Verlag, Regensburg 1982, S. 97
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